Neuraltherapie in der Veterinärmedizin

Die Neuraltherapie wurde ursprünglich von Walter Huneke etabliert.


Das Therapiekonzept der Neuraltherapie beruht auf der Tatsache, dass Beschwerden an bestimmten Körperregionen durch Injektionen auch an entfernten Körperstellen behandelt werden können.


Huneke stellte daraufhin Lehrsätze zur Neuraltherapie auf:
- Jede chronische Krankheit kann durch ein Störfeld bedingt sein.
- Jede Stelle des Körpers kann zum Störfeld werden.
- Jede Störfelderkrankung kann durch die Ausschaltung des Störfeldes behandelt werden.


Was sind Störfelder?
Eine veränderte Gewebestruktur kann zu einem Störfeld werden. Hier sind vor allem Narben durch Operationen, Kastration, Hautveränderungen u.s.w. zu nennen.
Beim Menschen kennen wir Störfelder aufgrund von Materialunverträglichkeiten im Mundbereich.
Was ist Neuraltherapie?
Die Neuraltherapie gehört zu den Regulationstherapien und wird zu den komplementären Verfahren gerechnet. Sie ergänzt andere schul- und alternativmedizinische Verfahren.
Regelmechanismen, die nicht mehr dem physiologischen Zustand entsprechen, können mittels der Neuraltherapie wieder in ihre Bahnen gelenkt werden. Körpereigene Abwehrmechanismen werden remobilisiert und die Selbstheilung angeregt.
Die Neuraltherapie wird zu den komplementären Verfahren gerechnet, d.h. die sie ergänzt andere schul- und alternativmedizinische Verfahren.

Wann wir die Neuraltherapie eingesetzt?
Das Haupteinsatzgebiet für die Neuraltherapie sind chronische, therapieresistente
Schmerzformen im Stütz- und Bewegungsapparat, Störfeldausschaltung und
die Unterstützung anderer alternativer Heilmethoden.
Was für Medikamente werden verwendet?
Man verwendet sogenannte Lokalanästhetika, wie z.B. Lidocain, Mepivacain, Procain.
Diese Wirkstoffe unterbrechen die Schmerzweiterleitung im behandelten Bereich für
einen bestimmten Zeitraum.
Die Wahl des Wirkstoffes hängt von der Tierart ab.
Wie sieht eine Behandlung aus?
Je nach Diagnose wir das Störfeld subkutan ( unter die Haut) umspritzt.
Verkrampfte Muskulatur wird gequaddelt. Hierfür setzt der Therapeut 4 bis 8 kleine
Depots unter die Haut im Bereich des schmerzhaften Muskels.
Selbst eine nichtig scheinende Störung kann im Laufe der Zeit zu einer
Schmerzkrankheit anwachsen. Die Neuraltherapie kann diesen Teufelskreis
unterbrechen.